Richard Kriesche - Schrödingerfenster (2005)

Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Schrödingerstraße 5, 8020 Graz

Architektur: Wolfgang Steinegger

Mit der Kunst & Bau Intervention „Schrödingerfenster“, die von Richard Kriesche stammt, will der Künstler nicht nur eines der bedeutendsten österreichischen Wissenschaftlers gedenken, sondern den Schülerinnen und Schüler der HBLA Schrödingerstraße auch auf künstlerische Art den Namensgeber ihrer Schule näher bringen. Ein Vorlesungsskriptum des Quantenphysikers und Nobelpreisträgers Ernst Schrödinger aus den Jahren 1973/38 diente dem Künstler Richard Kriesche als Vorlage für das von ihm gestaltete Schrödingerfenster.

 

Das Objekt selbst stellt einen flachen, aus der Fassade auskragenden Glaskubus von rund sechs Quadratmetern Größe dar, auf das Schrödingers Formeln und Anmerkungen in Sandstrahltechnik aufgebracht wurden. Das Kunstwerk kann als Öffnung der Schule zu ihrer Umwelt gelesen werden und eröffnet zudem den Schülerinnen und Schülern den Blick auf das Werk des Namensgebers ihrer Schule, der nicht nur die Physik, seine eigene Domäne, sondern auch die große, quasi ewige Frage „Was ist Leben“ in das Zentrum seiner Betrachtungen gerückt hat.

 

 „Kunst und Bau am Beispiel Schrödingerschule: Mit dem Kunstwerk „Schrödingerfenster“ wird über die Person eines der bedeutendsten österreichischen Wissenschaftlers, des Nobelpreisträgers Erwin Schrödinger, der Einheit zwischen höchster wissenschaftlicher Erkenntnis, visionärer Weltsicht, künstlerischer Gestaltungskraft und politischer Verantwortung Gestalt gegeben. Dieses geniale Vermächtnis will das „Schrödingerfenster“ der Jugend kommunizieren.“ Richard Kriesche 

Fotos:

Paul Ott

Richard Kriesche

geb. 1940 in Wien, studierte bis 1963 an der Akademie der bildenden Künste in Wien Grafik und Malerei sowie Kunstgeschichte an der Universität Wien. 1964 Diplom für Grafik und Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Einzelausstellungen: Museum of Modern Art Los Angeles; Museum Moderner Kunst Wien; Massachussetts Institute of Technology, MIT- media lab Boston; Washington Project for the Arts, Washington; Kunsthaus Zürich; Kunsthalle Baden-Baden; Museum of Modern Art, Oxford.

Gegenwärtig Leiter des Referats für künstlerische und wissenschaftliche Angelegenheiten, Amt der steiermärkischen Landesregierung, Graz. Lebt und arbeitet in Graz.

 

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