Johann Feilacher - Text von Gerhard Roth (2005)

Justizzentrum Leoben, Dr. Hanns-Groß-Straße 7+9, 8700 Leoben

Architektur: Josef Hohensinn Architektur

An den Glasscheiben der Außenfassade der Durchgangshalle brachte Johann Feilacher einen vierzeiligen Text von Gerhard Roth mittels farbiger Folien an. Der Text will die Entwicklungsfähigkeit des Menschen thematisieren: Man ist seine eigene Vergangenheit, man ist, was man augenblicklich darstellt, man wird etwas sein, was sich aus Wandlungsprozessen entwickelt.

 

Wenn die Vergangenheit auch Tatsache ist und nicht geleugnet werden darf, so besteht doch die Möglichkeit, in der Zukunft ein anderes Leben zu führen. Der Mensch besteht nicht nur aus den Chancen, die er vergeben hat, sondern auch aus den Chancen, die er in der Zukunft nützen wird.

 

„Ich habe mich in meiner Arbeit für die ‚Archive des Schweigens‘ sehr intensiv mit dem Wiener Landesgericht auseinandergesetzt. Die Begegnung mit der Justiz war so existenziell, dass mich der Gedanke an Häftlinge und ihr Schicksal nicht mehr losgelassen hat.“ Gerhard Roth

Gerhard Roth

Geboren am 24. Juni 1942 in Graz/Steiermark. 1961-67 Studium der Medizin an der Universität Graz, ohne Abschluss. 1966-77 Organisationsleiter im Computerrechenzentrum Graz. Zählt zum Kreis des Forum Stadtpark Graz und der Zeitschrift „manuskripte“. 1973-78 Mitglied der Grazer Autorenversammlung. Beginnt 1978 mit der Arbeit an dem siebenbändigen Werk „Die Archive des Schweigens“, das er im Herbst 1991 abschließt. Lebt seit 1977 als freiberuflicher Schriftsteller in Graz und in der Südsteiermark. 1979/80 in Hamburg und seit 1986 wieder in Österreich.
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