Heimo Zobernig - Gestaltung der Fassade (2002)

Universität Klagenfurt, Universitätsstraße 65-67, 9020 Klagenfurt

Architektur: Klaus G. Musil / Alfred Lengger

"Wenn man nicht mehr sieht, was es ist, muss man es draufschreiben."

 

Mit dieser Aussage unterstreicht Heimo Zobernig die Intention seiner Arbeit für den Universitätsneubau. Der den architektonischen Kubus vollständig umfassende Schriftzug "Bibliothek" hebt eines der zentralen Elemente der Universität räumlich und symbolisch hervor.


Mit hoher formaler Prägnanz wird in völliger Übereinstimmung von Form und Inhalt auch der Ort der Wissensproduktion und Vermittlung bezeichnet, dessen eigentlicher Kern immer unsichtbar bleiben muss. Die Bibliothek steht im Zentrum akademischen Lebens und die Arbeit des Künstlers beschränkt sich auf die Hervorhebung und Benennung dieser Funktion."

Martin Fritz, Kurator

Heimo Zobernig

wurde 1958 in Mauthen, Österreich, geboren und lebt in Wien. Von 1977 bis 1980 besuchte er die Akademie der bildenden Künste und danach die Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Heimo Zobernig hatte eine Gastprofessur in Hamburg an der Hochschule für bildende Künste und in Frankfurt an der Städelschule. In Wien ist er als Professor an der Akademie der bildenden Künste tätig.Ursprünglich aus dem Kreis des Wiener Neo-Geo kommend gehört Zobernig heute zu den profiliertesten Künstlern Österreichs. Seine Arbeiten sind gekennzeichnet durch ein minimalistisches Vokabular, das von Pressspan über Karton bis zu Beton reicht. Sich thematisch zwischen Raum, Farbe und Text bewegend, nutzt Zobernig das gesamte Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen.

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