Wettbewerb Haus der Forschung Wien (2006)

Sensengasse 1-3, 1090 Wien

Architektur: Neumann + Partner / Mascha & Seethaler

Foto: © stagno/van der straeten Foto: © stagno/van der straeten

ANDREA VAN DER STRAETEN konnte gemeinsam mit ANGELO STAGNO am 2. März 2006 den von der BIG geladenen künstlerischen Wettbewerb für Kunst & Bau am „Haus der Forschung“ für sich entscheiden.
Die künstlerische Arbeit sollte konkret auf den Themenbereich "Forschung" eingehen. Die Jury begründete die einstimmige Entscheidung für das Siegerprojekt mit dem Titel „0-24 Licht“ folgendermaßen:

"Die Arbeit setzt sich auf künstlerisch hohem Niveau mit der Nutzung des Gebäudes auseinander und durchdringt den gesamten Bau. Angewandte Forschung wird zum Instrument der künstlerischen Arbeit, die über einen hohen Innovationsgrad verfügt und in der Lichtforschung zukunftsweisende österreichische Unternehmen miteinbezieht. Die Neuheit des Konzepts im Kunst und Bau Bereich sowie die hohe Identifikation der Nutzer mit der Arbeit waren weitere Kriterien in der Entscheidung für das Projekt.

Ummantelte Lichtleiter (Glasfasern) durchziehen den dreieckigen Gebäudekomplex. Sie werden durch einen auf dem Dach installierten Heliostat gespeist, der das Sonnenlicht bündelt und in die Glasfasern leitet. Die Lichtleiter hängen im Erdgeschoss im Eingangsbereich in unregelmäßigen und verschieden starken Bündelungen sowie unterschiedlichen Höhen aus der Decke. Das eingespeiste Sonnenlicht lässt die Enden der Faserbündel leuchten; sie dienen nicht als Beleuchtungskörper, sondern als visuelle und haptische Überraschung, da auf diese Weise das Sonnenlicht „direkt angefasst“ werden kann.

Das Konzept dokumentiert den aktuellen Stand der Lichtforschung und bietet Raum für Entwicklung: Die Bündelung von direktem Sonnenlicht ist technisch machbar und im Rahmen der Arbeit von den BesucherInnen des Hauses erfahrbar – diffuses Licht kann heute noch nicht erfasst werden, sollte das in der Zukunft möglich sein, wird dadurch auch die Arbeit erweitert."

 

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Jury

Katharina Blaas

Gregor Eichinger

Barbara Nehrung

Christian Mascha

Klaus Pseiner und Gerhard Kratky

Eva Schlegel

 

TeilnehmerInnen

stagno/van der straeten

Peter Kogler

Constanze Ruhm

Paul Weihs

Tiana Wirth

Foto: © stagno/van der straeten Foto: © stagno/van der straeten

stagno/van der straeten

„0-24 Licht“

 
Sonnenlicht wird am Dach eingefangen, gebündelt und in das Gebäude geleitet.

 

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Peter Kogler "ohne Titel"

Peter Kogler

 
LED-Display als Installation an der Fassade mit computergenerierter Animation

 

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Constanze Ruhm "Chimera/Identity"

Constanze Ruhm


Die Wissenschaft als "Chimera/Identity"mit ikonischen, ornamentalen Metaphern

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Paul Weihs "ohne Titel"

Paul Weihs

 
gemeinsam mit Ingeborg Kumpfmüller und Bruno Klomfar: Text- und Fotoarbeiten, sowie Displaysystem

 

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Tiana Wirth / Asia Sumyk "Motherboard"

Tiana Wirth


gemeinsam mit Asia Sumyk: Projekt "Motherboard", die Wissenschaft als "magischer Spiegel" interpretiert.

Zur Architektur

 
Das Haus der Forschung ist ein ökonomisch-ökologisch optimiertes Gebäude der Architekten Neumann + Partner und Mascha & Seethaler.

 

 

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