Wettbewerb Universität Mozarteum (2006)

Mirabellplatz 1, 5020 Salzburg

Architektur: Robert Rechenauer Architekten

FRANZ GRAF konnte am 17. März 2006 den von der BIG geladenen künstlerischen Wettbewerb für Kunst & Bau am Mozarteum für sich entscheiden.

Die künstlerische Arbeit sollte im Übergangsbereich zwischen den universitätseigenen (Innen-)Räumen und dem öffentlichen Raum des Mirabellplatzes die Widmung des Gebäudes als Ort der Lehre, der Erschließung und der Pflege der Künste kenntlich machen. Die Kunst könnte auch das Logo für das Gebäude werden und sollte jedenfalls in den öffentlichen Raum wirken.

Die Jury begründete die Entscheidung für das Siegerprojekt mit dem Titel
„HYMNEN - TROPEN - SEQUENZEN“ folgendermaßen:


"Das Projekt ist eine begehbare Skulptur, die sich erst durch das Beschreiten erschließt. Ausgangspunkt sind die neun Buchstaben des Wortes „Mozarteum“, die in ihrer Bewegung und Vervielfältigung um ihren Mittelpunkt herum als Computerkomposition erscheinen.


Es handelt sich um ornamentale Scheiben aus Metall beziehungsweise aus Glas, die sowohl im Innen- als auch im Außenraum in den Boden eingelassen werden. Jeder Buchstabe wurde einzeln animiert, dabei wurden unterschiedliche Typographien verwendet. Es entstehen neun völlig unterschiedliche ornamentale Scheiben.


Durch diese Zeichen am Boden entsteht ein Raum, der in die Stadt hinaus bzw. ins Gebäude hineinführt, durch die Ornamente wird der Raum gewissermaßen in Schwingungen versetzt."

 

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Jury

Rudolf Arnold

Katharina Blaas

Gregor Eichinger

Robert Rechenauer

Erich Rieck

Eva Schlegel

 

TeilnehmerInnen

Franz Graf

Brunner/Ritz

Bernhard Gwiggner

Maria Hahnenkamp

Hans Kupelwieser

Ulrike Lienbacher

PRINZGAU/podgorschek

Josef Schwaiger

Martin Walde

Heimo Zobernig

Franz Graf "HYMNEN, TROPEN, SEQUENZEN"

Franz Graf

"HYMNEN, TROPEN, SEQUENZEN"


Die modifizierten Buchstaben, die das Wort MOZARTEUM bilden, werden als ornamentale, raumbildende Platten in den Vorplatz eingelassen und bringen Innen- und Außenräume zum Schwingen.

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Brunner/Ritz "Rondo"

Johannes Brunner & Raimund Ritz

"Rondo"


Das Profil des Mozarteum-Namensgebers erscheint als Rotationskörper und als Schlagschatten.

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Bernhard Gwiggner: Trichter

Bernhard Gwiggner mit Walter Schuster und Wolfgang Maul


Die Konzerthalle als Resonanzkörper, von einer Trichterform durchdrungen.

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Maria Hahnenkamp "ohne Titel"

Maria Hahnenkamp

 
Ein barockes Muster erstreckt sich über Bodenflächen innen und außen und über die Glaswand.

 

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Hans Kupelwieser "Trommelfeld"

Hans Kupelwieser

"Trommelfeld"

 


Ein Text von Konrad Bayer wird zur Wandinstallation, im Foyer sind Trommeln unterschiedlicher Größe ähnlich dem neuronalen Netzwerk des Gehirns an der Wand installiert.

 

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Ulrike Lienbacher "ohne Titel"

Ulrike Lienbacher

 
Eine Edelstahlskulptur markiert den Platz wie ein "guter Hausgeist" und darf besessen werden. Im Foyer zeigen vier Kreise den Sternenhimmel zu verschiedenen Jahreszeiten.

 

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PRINZGAU/podgorschek "Hören, Sehen, Darstellen"

PRINZGAU/podgorschek

"Hören, Sehen, Darstellen"

 
Ein Baum lehnt sich an das Gebäude an, in der Sitzbank ist eine Stimmgabel eingelassen, Pauken markieren die Ecksituation des Hofes.

 

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Josef Schwaiger "Tattoo"

Josef Schwaiger

"Tattoo"


Seine "Punzierung" als Student des Mozarteums gibt Schwaiger dem Gebäude in Form großflächiger Sprayarbeiten als "Tattoo" zurück.

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Martin Walde "I-Punkt - I-Point"

Martin Walde

"I-Punkt - I-Point"


Kippstangen tragen die verwitternden Teile eines Blocks, auf dem Mozarteum geschrieben steht. In der Halle werden die Kippobjekte zum Austauschelement für StudentInnen.

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Heimo Zobernig "ohne Titel"

Heimo Zobernig

 

Sein Mut zur großformatigen Skulptur hat die Form eines Violinschlüssels.


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Zur Architektur:


Ein vom Münchner Architekten Robert Rechenauer neu geschaffener Solitär markiert den Eingang des baulich in den vergangenen Jahren neu organisierten Mozarteums in Salzburg. Die offene Raumfolge von Mirabellplatz/Vorplatz/Halle verschafft der weltbekannten Universität zusätzlich Platz und Raum zur Entfaltung.

Weitere Informationen über die Universität Mozarteum unter www.moz.ac.at

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