Wettbewerb Filmakademie Wien (2006)

Campus der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

Architektur: Reinhardt Gallister

Nicole Six / Paul Petritsch "Film ab!" | Foto: © Six/Petritsch Nicole Six / Paul Petritsch "Film ab!" | Foto: © Six/Petritsch

Die Universität formuliert ihr Anliegen an die Kunst folgendermaßen: "Als Kunstwerk wünschen wir uns explizit keine Illustration der Filmakademie, sondern ein künstlerisch eigenständiges und radikales Werk, das einen poetischen Zugang zum Thema Film schafft."

 

Mit dem außergewöhnlichen Projekt "Film ab" - eine Massenszene mit 5.000 StatistInnen - gewannen die Künstler NICOLE SIX und PAUL PETRITSCH im Juni 2006 den künstlerischen Wettbewerb für die Filmstudios der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

 

Jurymitglied Katharina Blaas beschreibt das Projekt folgend: "Nicole Six und Paul Petritsch inszenieren eine filmische Massenszene mit ca. 5.000 StatistInnen, eine temporäre Intervention, die den Ort für einen Nachmittag völlig verändert. Mit diesem herausfordernden Unterfangen, in Anlehnung an eine Massenszene aus dem Film 'Metropolis' (Fritz Lang), erweitern die beiden Künstler den Skulpurenbegriff und experimentieren mit dem öffentlichen Raum, der Wahrnehmung und dessen Empfinden."

 

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Jury
Katharina Blaas
Gregor Eichinger
Reinhard Gallister
Barbara Nehring
Elisabeth Freismuth / Peter Patzak
Eva Schlegel

TeilnehmerInnen
Six/Petritsch
Djawid C. Borower
Dorit Margreiter
Hans Schabus
Esther Stocker

Foto: © Six/Petritsch Foto: © Six/Petritsch

SIEGERPROJEKT:

Nicole Six und Paul Petritsch

"Film ab"

 

Eine temporäre Installation gleich einer filmischen Massenszene. "Unser Vorschlag ist eine temporäre Intervention für den Campus der Filmakademie, die sich nicht Materiell äußert. Konzipiert ist ein Set, entsprechend einer Massenszene im Film, bestehend aus 5000 Personen, bis zum - theoretisch möglichen - Moment „film ab“. Diese Situation wir von uns nicht dokumentiert und manifestiert sich durch Erzählung und Imagination." Nicole Six/Paul Petritsch.

 

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Massenszene aus Metropolis | Foto: UFA Film, © OETM
Massenszene aus Metropolis | Foto: UFA Film, © OETM
Djawid Borower "Don't touch the end of my film!"

Djawid C. Borower

"Don't touch the end of my film!"


Das Gebäude wird aus einem Netz von Texten umspannt, jede Wand hat ein eigenes Thema. Es werden Textfragmente aus Filmen, die von Filmen erzählen, sowie eigene Texte verwendet.

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Dorit Margreiter "Kino im Außenraum"

Dorit Margreiter

"Kino im Außenraum"


Das Projekt besteht aus einer Projektionsfläche und zwei Sockeln. Die verschiedenen Formate sind auf der Betonleinwand eingezeichnet und von innen sichtbar. Die Fläche wird, wenn sie nicht bespielt ist, beleuchtet.

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Hans Schabus "porno"

Hans Schabus

"porno"


Eine Leuchtschrift auf dem Gebäude soll eine Brücke zum städtisch-urbanen Umfeld schlagen. Die Schreibschrift bricht die Strenge und Geradlinigkeit des Gebäudes auf. Porno ist ein ungeschöntes, agitatives Wort, spricht von Dringlichkeit, Vehemenz, Handlungsraum.

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Esther Stocker "ohne Titel"

Esther Stocker

ohne Titel

Die Skulptur auf dem Dach der Filmstudios soll keine benutzbare Struktur, sondern etwas sein, das jenseits der Funktionalität existiert. Grundgedanke ist die Unvollständigkeit einer kontinuierlichen Struktur, Fortsetzung einzelner Einheiten/Bilder (Film).

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