Wettbewerb Forstschule Bruck/Mur (2009)

HBLA für Forstwirtschaft, Dr.-Theodor-Körner-Straße 44, 8600 Bruck a.d. Mur

Architektur: Hussa Kassarnig Architekten

Plank/Poschauko "ohne Titel"

Die Künstler CLAUDIA PLANK und HANS WERNER POSCHAUKO gewannen am 27. März 2009 den von der BIG geladenen künstlerischen Wettbewerb für Kunst & Bau an der Forstschule Bruck an der Mur.

 

Jurybegründung:

 "Das Projekt von Plank Poschauko überzeugt durch den sensiblen Umgang mit der Glasfassade, mit den räumlichen Gegebenheiten des Innenhofs und mit den Inhalten der Forstschule. Die starke formale Einprägsamkeit des Platzmotivs in Form eines schwarzweiß gepflasterten Jahresring-Labyrinths steht in Spannung zur fein, ästhetisch abgestimmten Gestaltung der Glasfassade. Die überdimensionalen Blätter in unterschiedlichen Grünschattierungen werden als Bäume wahrgenommen, wodurch sich ein Spiel mit Dimensionen und imaginären transparenten Waldräumen ergibt. Die Transparenz ermöglicht Innen- und Außenbezüge, die Arbeit an der Glasfassade kann von beiden Seiten wahrgenommen werden und verbindet somit Innen- und Außenraum."

 

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Jury
Anton Aldrian
Katharina Blaas
Karl Dürhammer
Gregor Eichinger
Willfried Kassarnig
Manfred Wakolbinger

TeilnehmerInnen
Regula Dettwiler
Agnieszka Kalinowska
Peter Kogler
Herrmann Pitow
Plank & Poschauko
Karl-Heinz Ströhle

Plank/Poschauko "ohne Titel"

SIEGERPROJEKT:

Plank/Poschauko

"Jahresring-Labyrinth und Blätterwald an der Glasfassade"

 

"Die Jahresringe der Bäume waren die Inspirationsquelle für unseren Entwurf. Im Zentrum des Platzes befindet sich ein Kreislabyrinth, das von konzentrischen Kreisen umgeben ist. (...) Beim Entwurf unseres Projektes haben wir eine dauerhafte, qualitative und naturnahe Lösung angestrebt, die sich direkt mit dem Kontext der Schule auseinandersetzt." Das Projekt setzt sich mit dem rund 750 m² großen Pausenplatz sowie den umgebenden Fassaden auseinander. Die Pflasterung des Platzes nimmt das Motiv von Jahresringen auf. Mittels modernster Siebdrucktechnik werden an den Glasscheiben der Fassade überdimensionale Blattstrukturen aufgebracht, die den Betrachter sowohl von innen als auch von außen an einen verfremdeten, geheimnisvollen Wald erinnern.

 

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Regula Dettwiler "20 Jahre"

Regula Dettwiler

"20 Jahre"

 

"Das Fällen jener alten Eiche, die dem neuen Hauptzugang der Schule weichen muss, wird zum Anlass genommen, eine junge Eiche zentral auf dem neuen Schulhof zu pflanzen: die "Schuleiche". Über einen Zeitraum von 20 Jahren begleite ich den Prozess des Wachsens dieses Baumes. Jedes Jahr komme ich in die Forstschule nach Bruck an der Mur und es wird ein Portraitfoto von mir und dem Baum erstellt. Die Portraitsituation zeigt uns beide in voller Größe vor einem weißen Fotohintergrund. (...) Mein Körper dient als Maßstab." Regula Dettwiler Regula Dettwiler thematisiert den Baum als Speicher von Zeit, indem sie eine Eiche pflanzt und deren Wachstum über einen Zeitraum von 20 Jahren fotografisch dokumentiert und festhält. Ihr eigener Körper dient dabei als Maßstab, der mit ins Bild gerückt wird und im Laufe der Jahre immer kleiner erscheint.

 

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Agnieszka Kalinowska "Moving Floor"

Agnieszka Kalinowska

"Moving Floor"

 

"Mein Projekt für die Höhere Bundesanstalt für Land und Forstwirtschaft Bruck-Mur ist eine Skulptur, die als eine Art Eingriff in die Architektur der neu errichteten Forstschule funktionieren soll. So stellt sich zugleich die Frage nach der Wechselwirkung von Skulptur und Architektur. Die Skulptur befindet sich im „subcutanen Gewebe“ des Gebäudes. Sie pulsiert unter der Oberfläche. Was wir sehen, sind Protuberanzen in der Betonoberfläche, die von sich verzweigenden Wurzeln herrühren. Der Baum selbst jedoch bleibt unsichtbar. Vom Schulhof aus wachsen die Wurzeln Stück für Stück in das Gebäude. Manche Wurzel-/Skulpturabschnitte sind bereits bis in die Aula vorgedrungen." Agnieszka Kalinowska

 

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Peter Kogler "Hirn und Holz"

Peter Kogler

"Hirn und Holz"

 

"Für das Foyer der HBLA für Forstwirtschaft schlage ich Objeke aus verschiedenen Holzsorten vor. Diese 10 Objekte haben die Form eines Hirnes und ihre Größen variieren. Sie sind aus verschiedenen Laubhölzern (Eiche, Esche, Ulme) CNC gefräst und so gebaut, dass sie jederzeit ineinander zu schlichten sind. Das mobile Mobiliar kann jederzeit verschoben und neu angeordnet werden." Peter Kogler

 

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Hermann Pitow - ohne Titel

Hermann Pitow

ohne Titel

 

"Das geplante Gesamtprojekt umfasst sieben Objekte. Dabei werden die Elemente Holz, Stein und Wasser künstlerisch in Szene gesetzt und zu einer Komposition vereint. Durch eine gelungene Verbindung von Natur, Gebäuden und künstlerischen Elementen sowie Skulpturen wird der Platz zum Erlebnis. Dadurch wird Kunst zum Prozess an sich selbst und an seiner Umwelt." Hermann Pitow

 

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Karl-Heinz Ströhle "Der größte Baum der Welt"

Karl-Heinz Ströhle

"Der größte Baum der Welt"

 

"Für den Innenhof des Gebäudekomplexes ist als zentrales Gestaltungselement eine aus zwei verschiedenen Steinen bestehende Intarsie vorgesehen. Diese stellt einen Baumquerschnitt dar, dessen Jahresringe die verschiedenen Entwicklungsphasen in einer Vegetationsperiode widerspiegeln. Der Durchmesser von 13,5 Metern läßt die Höhe des ursprünglichen Baumes erahnen. Es handelt sich um den größten Baum der Welt, der vor dem imaginären Auge des Betrachters/der Betrachterin entsteht. Die Bodenarbeit, die aus verschiedenen Perspektiven und von unterschiedlichen Standorten aus angesehen werden kann, setzt auch diverse Assoziationen frei." Karl Heinz Ströhle

 

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