Richard Hoeck - YOU CANT STOP LOOKING AT THIS (2009)

Neubau Chemie/Pharmazie und Theoretische Medizin der Universität Innsbruck

Mit seiner BIG Art Baustellenintervention bespielt Richard Hoeck den Bauzaun der Großbaustelle für den Neubau der Chemie/Pharmazie und Theoretische Medizin der Universität Innsbruck. Richard Hoeck plant einen klassischen Sichtschutz, wobei er den Blick auf die Baustelle einerseits versperrt bzw. nur teilweise freigibt, andererseits durch die Schrift den Blick thematisiert und diesen fokussiert, indem er ihn durch eine kleine Öffnung auf die Baustelle richtet.

 

"Die Kunst im öffentlichen Raum fristet oft ein verkanntes Dasein: entweder ist sie dem Vandalismus ausgesetzt oder gänzlich unsichtbar. Richard Hoeck arbeitet dem entgegen. Er führt den Betrachter nicht an der Nase herum, sondern er lässt sie ihn dahinein stecken, wo ihn seine Neugier am meisten juckt, auch wenn es nur ein Loch im Bauzaun ist."

Karin Pernegger, Direktorin Stadtgalerie Schwaz

 

Hoeck lässt den fortlaufenden Text "YOU CANT STOP LOOKING AT THIS" mehrfach in perspektivischer Verkleinerung der einzelnen Buchstaben auf schwarzem Grund als Schriftzug über eine Länge von 30 Meter des Bauzaunes laufen.

 

"Ich habe mich für eine manuelle Anordnung der Buchstaben entschieden, die Abstände und Verläufe der Schrift sind nicht automatisch vom Computer ausgeglichen worden. Auf diese Weise erzeugt die Schrift durch Unregelmäßigkeit einen eigenständigen Rhythmus" erklärt Richard Hoeck seinen Entwurf.

 

Durch die perspektivische Verzerrung der Buchstaben und die Überlagerung der Schriften entsteht eine besondere Art von Dreidimensionalität.

 

Der Bauzaun befindet sich an einer durch Fußgänger und Radfahrer stark frequentierten Stelle am Innrain - die Arbeit von Richard Hoeck macht neugierig und funktioniert sowohl im Vorbeifahren als auch im Vorbeigehen.

 

Richard Hoeck

wurde 1965 in Hall in Tirol geboren. Er lebt und arbeitet in Wien. Von 1983 bis 1990 studierte er an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei Ernst Caramelle und Oswald Oberhuber. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

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